Prof. Dr. Kenny Cupers

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Kenny Cupers ist auf die europäische Architektur- und Stadtgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts und ihre Beziehung mit der transatlantischen Welt und dem (post)kolonialen Afrika spezialisiert. Innerhalb dieses Gebiets fokussieren sich seine Forschungsprojekte auf Fragen zur menschlichen und materiellen Handlungsfähigkeit, auf Epistemologie und Geopolitik der Moderne und auf Design als Mittel des gesellschaftlichen Wandels. Cupers ist Verfasser von The Social Project: Housing Postwar France (University of Minnesota Press 2014), Träger des Spiro Kostof Book Award der Society of Architectural Historians sowie Preisträger der International Planning History Society, ausserdem erhielt er den Abbott Lowell Cummings Prize des Vernacular Architecture Forum und eine Auszeichung im Rahmen des Wylie Prize in französischen Kulturstudien. Das Buch zeigt auf, wie Frankreichs beispielloser Bauboom nach dem Zweiten Weltkrieg Wohnungsbau in ein Objekt der Modernisierung, einen täglichen Ort der Bürgerbeteiligung und ein gesellschaftswissenschaftliches Wissensgebiet verwandelte. Sein Band Use Matters: An Alternative History of Architecture (Routledge 2013) untersucht, wie die Architektur während des 20. Jahrhunderts von wechselnden Nutzungsdefinitionen abhing. Spaces of Uncertainty (Verlag Müller + Busmann 2002), mit Markus Miessen als Co-Autor, erforscht die Bedeutung der urbanen Brachen und Nischen für das öffentliche Leben in Berlin. Weitere Publikationen befassen sich mit den Überschneidungen von Architektur und Gesellschaftswissenschaften, architektonische Manifestationen des Wohlfahrtsstaates und der Neoliberalisierung, die Politik der Partizipation und kulturelle Landschaften von Brachen und Jugendcamps bis zum Strassenverkauf.

Die Arbeit von Kenny Cupers wurde durch Fulbright-, Chateaubriand- und Humboldt-Forschungsstipendien gefördert. Nach seiner Ausbildung in Belgien (KULeuven), Großbritannien (Goldsmiths College) und USA (PhD, Harvard University) lehrte er an der State University of New York in Buffalo, wo er das Reyner Banham Fellowship erhielt, sowie an der University of Illinois in Urbana-Champaign. Seine Lehre verbindet Ansätze aus der Architekturgeschichte und –theorie, Stadt- und Gesellschaftsgeschichte, Kulturgeografie und der Geschichte der Wissenschaft und Technik.

Cupers aktuelles Buchprojekt befasst sich mit den verwobenen Geschichten des Empire und der Umwelt mit Fokus auf Deutschland und die afrikanischen Gebiete südlich der Sahara. “Modernism and the Environment: An Epistemological History” ist der Arbeitstitel und untersucht, wie ökologisches Denken die Entstehung moderner Architektur und Stadtplanung seit dem späten 19. Jahrhundert geformt hat

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